Meine Reise nach Aotearoa

Auslandsjahr in Neuseeland

13November
2016

Trampen und Kajak fahren im Abel Tasman

Hallo ihr Lieben!

Ich weiß garnicht, wo ich anfangen soll, denn in der letzten Woche ist wieder super viel passiert; es gab wunderschöne Momente, sehr ernsthafte Gespräche und Begegnungen mit ziemlich tollen Menschen und das alles an einem sehr besonderem Ort... Im Abel Tasman National Park! Bevor wir aber auf den Trip gefahren sind, hatten wir noch zwei Tage Sommerschule, in der wir unsere Seite für das Jahrbuch gestaltet und den Haka der neuseeländischen Rugbymannschaft All Blacks gelernt haben.

Mittwoch morgens ging es dann damit los, dass wir alle Sachen sortiert, die Kajaks auf Trailer geladen und letzte Vorbereitungen getroffen haben. Die Wettervorhersage sagte einen Sturm und Regen voraus, aber wie unser Lehrer Mr. V so schön gesagt hat: Rain doesn't wash the fun away! Am ersten Tag hat man aber davon noch nichts gemerkt, denn der Himmel war blau und die Sonne strahlte auf uns runter. Wir sind dann mit 16 Leuten und unseren drei Lehrern Mr. T, Mr. V und Mr. Teece nach Marahau gefahren, das sozusagen das Tor zum Abel Tasman ist. Wir alle waren in einer super guten Stimmung und wir sind dann mit acht Kajakern und acht Wanderern aufgebrochen. Ich bin zuerst gewandert und wir sind mit Mr. V zur Apple Tree Bay gelaufen, wo wir dann Lunch hatten und mit den Kajakern gewechselt haben. Ich bin zusammen mit Annie gepaddelt, was super viel Spaß gemacht hat. Der Abel Tasman ist wirklich wunderschön und wir sind über das türkise Wasser geglitten, haben Robben zugeschaut und einen Fisch gefangen. Ich habe die Weite total genossen und bevor wir in Anchorage, unserem Campingplatz, ankamen, hatten Annie und ich noch ein Rennen mit Øystein und Mariana, was wir (nicht ganz fairtongue-out) auch gewonnen haben. In Anchorage haben wir dann unsere Zelte aufgebaut und Hannah und ich haben Feuer gemacht, was voll cool war, weil ich das zum ersten Mal ohne Hilfe gemacht habe. Danach haben wir eine Art Auflauf mit Kartoffeln, jede Menge Gemüse, Käse und Veggie Würstchen gemacht und einen Apple Pie, weil wir ein Foodbattle mit Mr. T hatten, was wir unbedingt gewinnen wollten. Es hat tatsächlich auch ziemlich gut geschmeckt! Danach haben wir einfach den Abend am warmen Feuer genossen, bis wir dann müde ins Zelt gekrochen sind.

Am Donnerstag haben wir beschlossen unseren Plan zu ändern, da es bei einem Sturm nicht möglich wäre, zurück zu paddeln. Deshalb wollten wir die Nacht in der Tinline Bay anstelle von Anchorage verbringen. Es hat auch angefangen zu regnen, was fast den ganzen Tag angehalten hat. Ich bin den kompletten Weg Kajak gefahren, weil Hannah mit mir getauscht hat. Das Meer sah wunderschön aus und trotz des Regens war es nicht besonders windig. Zwischen den grünen Hügeln hing Nebel und die Athmosphäre war ziemlich mystisch und fast schon gespenstisch ruhig. Weil Ebbe war, konnten wir Seeigel, Seesterne und Muscheln an den Felsen beobachten. Mr. T und ich haben dann auch einige von den Felsen "gepflückt" und als wir wieder in der Apple Tree Bay Mittag hatten, haben wir die Muscheln gekocht und frisch gegessen. So cool!! Von dort sind wir dann zur Tinline Bay gefahren, was nicht besonders weit war, sodass wir ganz gemütlich den Weg genossen haben. Als wir dann am Campingplatz ankamen, haben wir die Zelte sturmfest gemacht und zu Abend gegessen. Danach saßen wir mit allen in einer Runde und hatten ein sehr langes und ernsthaftes Gespräch. Wegen der Präsidentenwahl von Donald Trump in den USA machten sich alle so ihre Gedanken und irgendwie hatte man das Gefühl, dass einige den Mut verloren hatten. Allerdings war unsere Gruppe wirklich toll und jeder unterstützte jeden und wir teilten unsere Gedanken miteinander. Vor allem was unsere Lehrer sagten hat mich bis jetzt nicht mehr losgelassen und zum Nachdenken angeregt...

Am Freitag hat Mr. T uns eröffnet, dass der angesagte Sturm nicht käme. Daher sind wir dann einfach wieder nach Marahau gelaufen und haben dort das ganze Equipment im Fluss gewaschen. Auch hierbei hat es geregnet, aber die Stimmung war trotzdem gut. Schließlich hatten wir noch Zeit und wir sind zur Riwaka Resurgence gefahren, was ein sehr besonderer Ort ist. Dort ist eine Quelle, die aus dem Felsen kommt. Der Ort hat eine ganz eigene Mystik und wurde auch schon von den Maori zum Heilen genutzt. Unsere Challenge war, dort zu baden. Klingt einfach, aber ich war noch nie in so einem kalten Wasser... Aber einmal drin wollte ich garnicht mehr raus... Musste ich aber;)! Wir sind dann auf jeden Fall nach Hause gefahren, haben aber noch einen kurzen Stop in einem Cafe in Motueka gemacht. Hannah, Annie und ich haben von Mr. T ein Desert ausgegeben bekommen, weil wir das Foodbattle gewonnen hattencool und damit und einem Moccachino auf der Hand sind wir dann zurück zur Schule gefahren. Dort haben wir alles aufgeräumt, haben uns verabschiedet und ich bin mit Hannah nach Hause gelaufen.

Was kann ich also als Schluss noch sagen...

Dieses Camp war wie die anderen Camps wieder super schön, aber auch wieder total anders. Ich habe in drei Tagen einiges über mich gelernt und bin immer noch am Nachdenken über unsere Gespräche. Die Gruppe war auch ziemlich cool! Super schade ist, dass sowohl Mr. T, als auch Mr. V nächsten Term nicht mehr an Nayland unterrichten. Allerdings haben ihre Persönlichkeiten und Worte mich ziemlich beeindruckt...

What else? Neuseeland macht mich zu einer totalen Outdoor Persontongue-out... Also vergesst nicht: Rain doesn't wash the fun away und nehmt viele Möglichkeiten und Chancen in eurem Leben mit! Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass das bis jetzt immer die richtige Entscheidung war!