Meine Reise nach Aotearoa

Auslandsjahr in Neuseeland

20April
2017

Punakaiki: Pancake Rocks, Regenwald und eine wunderschön wilde Westküste

Gestern sind wir morgens aufgebrochen und haben unsere Fahrt zu unserem ersten Stop begonnen: Punakaiki. Auf dem Weg haben wir dann schon die Erfahrung gemacht, dass es in Neuseeland einfach nicht so viele Tankstellen gibt, wie wir es gewohnt sind. Kurz vor Murchison rechneten wir fest damit, dass wir das Auto gleich schieben müssen und sind dann aber doch noch in die Tankstelle gerollt... Danach konnten wir auch wieder die Straße genießen, die immer enger und kurvenreicher wurde. Am Anfang waren wir noch zwischen hellgrünen Hügeln, die größtenteils für Schafs- und Kuhweiden genutzt wurden. Diese wurden dann immer mehr bewaldet und aus sanften Hügeln richtige Steilhänge und Felsübersprünge. Die 100 km/h konnten wir da selten einhalten... Ab Murchison fuhren wir dann auch immer am Buller River entlang, der sich wunderschön türkis und relativ breit bis nach Westport schlängelt. Am Cape Foulwind, kurz hinter Westport, haben wir dann eine Pause gemacht, da dort die südlichste Seehundkolonie Neuseelands wohnt. Nur ein paar Minuten hinter dem Parkplatz lagen die dann alle auf ein paar Klippen; geschützt vor den kraftvollen Wellen der Tasman Sea. Hier an der Westküste ist das Meer total anders, als in Nelson. Es ist sehr rau, aber dabei wunderschön und die Gischt spritzt hoch, wenn die Wellen auf die Steine und Klippen prallen. Nachdem wir also den Seehunde und ihren Jungen einige Zeit zugesehen hatten, sind wir noch an der Küste entlang gewandert, bis wir zu einem kleinen Leuchtturm kamen. Erst am Abend sind wir dann in unserem Backpackers bei Punakaiki angekommen, das eine kleine Anlage aus einigen kleinen Häuschen mitten im Wald ist. Kleine Pfade führen zu den Unterkünften, wobei man sich gut verlaufen kann. Unsere Lodge ist relativ groß und komplett aus Holz. Es gibt drei Schlafräume und einen Gemeinschaftsraum und Küche, die wir mit einer kleinen Familie und einem Mann aus Schottland teilen. Das Haus erinnert total an ein Vogelhaus und wenn wir rausschauen, sind wir mitten im Regenwald zwischen Palmen und einheimischen Pflanzen.

Heute morgen sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein aufgewacht. Eigentlich soll es ja an der Westküste immer regnen, aber wir haben echt totales Glück! Nach dem Frühstück sind wir dann zum nahgelegenem Strand gelaufen, der in einer kleinen Bucht liegt. Die Wellen waren total laut und tosend und brausend und der Strand aus Kieselsteinen, die glänzend und bunt waren. Nachdem wir uns von diesem Anblick wieder losgerissen hatten, sind wir zu den berühmten Pancake Rocks gefahren. Nur ein paar Meter weiter begann ein Wanderweg am Porarari River entlang. Ein wunderschöner Pfad führte entlang des ruhigen, dunkelgrünen Flusses durch den Regenwald. Rechts und links waren steile Hänge und auf dem Fluss ein paar Kajaker, die die Sonnenstrahlen genossen. Später kamen wir zu einer Hängebrücke, unter der wir unser Mittagessen als Picknick haben. Danach waren wir noch an einem anderen, größeren Strand. Dort haben wir diese unglaublich schöne und wilde Westküste genossen und sind barfuß durch den Kies gelaufen und haben immer wieder von den schäumenden Wellen die Füße kühlen lassen. Als dann am Abend die Flut war, sind wir noch einmal zu den Pancake Rocks gefahren, wo jetzt Wasser durch Löcher in den Felsen spritzte und aus sogenannten Blowholes gepresst wurde. Stundenlang hätte ich hier dem Meer zuschauen können... Doch wir sind stattdessen wieder zu unserem Häuschen gefahren, um den Sonnenuntergang in unserer kleinen Bucht zu genießen.

 

Fahrt am Buller River Cape Foulwind Pancake Rocks Blowholes Porarari River