Meine Reise nach Aotearoa

Auslandsjahr in Neuseeland

10Januar
2017

Eine letzte wunderschöne Woche

Nein, ich fahre nicht frühzeitig nach Hause, aber dafür musste Marlene (also die anderetongue-out) gestern das Flugzeug besteigen und wieder zurück nach Deutschland fliegen. Es war hart, Abschied zu nehmen, da sie mir total ans Herz gewachsen ist. Sie ist einer dieser Menschen, der voller Energie ist, immer positiv denkt und uns alle mit sich mit gezogen und motiviert hat. Wir haben also in der Silvesternacht ein To-Do Liste gemacht, was wir noch alles machen müssen, bevor sie fährt und haben die letzte Woche auch ziemlich gut genutzt.

Am zweiten Januar und dem ersten Tag der ersten neuen Woche in 2017 sind wir am Morgen zum Boat Shed Cafe gefahren, um dort zu frühstücken. Das Boat Shed Cafe ist ein Stelzenhaus halb im Wasser hinter dem Strand und wir sind immer auf dem Weg nach Nelson daran vorbeigefahren und haben daher beschlossen, dort den Beginn des neuen Jahres zu feiern. Es war zwar nicht mehr Morgen und auch nicht der 1.1., aber das Essen war trotzdem ziemlich lecker und die Atmosphäre einfach total entspannnt. Danach sind wir zum Strand gefahren und haben einen Sandmann gebaut, weil wir ja keinen Schnee haben, aber Schneemänner und die Zeit um Weihnachten herum ja eigentlich zusammen gehört. Das Ergebnis ist nach mehreren Zusammenstürzen auch gut geworden! Schließlich sind wir wieder Richtung Stoke gefahren und dort in das NATIONAL WOW MUSEUM & (die) NELSON CLASSIC CAR GALLERY gegangen. WOW steht für World of WearableArt, was ein mitlerweile internationaler Wettkampf ist, in dem Designer tragbare Kunst entwerfen, die dann in riesigen, theaterähnlichen Shows vorgestellt wird. Die Ursprünge hat WOW hier in Nelson, weshalb es hier auch dieses Museum gibt, das einige der Kleider und einen Film der Show zeigt. Zusätzlich gibt es eine Sammlung von Oldtimern und ich habe zwar keine Ahnung von Autos, aber die meisten haben mir trotzdem gefallen!

Dienstag sind wir dann zur Farm von Mr. V., gefahren, der uns dorthin eingeladen hatte. Er wohnt dort schon seit ca. 30 Jahren, hat aber vor zwei Jahren angefangen eine Permakultur aufzubauen, was total interessant klingt. Wir haben also die ungefähr 40 Hühner gefüttert, die überall über den Hof rennen, haben Setzlinge gepflanzt und einen Teil einer Wiese flach gemacht, wo Mr. V. Obstbäume pflanzen will. Außerdem haben wir natürlich mit Ziegen und dem neuen Pferd Marvin gekuschelt. Es war ein super schöner Tag und ich finde die Idee hinter Permakultur total interessant, vielleicht habe ich später ja auch mal eine...tongue-out

Am nächsten Tag war am Abend ein Outdoor Cinema in Isel Park, wo wir uns in Schlafsäcke gekuschelt den ziemlich skurrilen Film Help! über die Beatles angesehen haben. Ich habe dann bei Marlene übernachtet und wir hatte einen entspannten Tag mit Pflaumenkuchen backen und dem Twilight Market am Abend.

Freitag sind wir für ca. fünf Stunden wandern gewesen. Wir sind den Berg Barnicoat hochgelaufen und dann über die Hügel nach Richmond gewandert, was super schön war. Wir hatten also eine wunderschöne Sicht auf Stoke und Richmond und das Meer und ich war endlich in diesen Bergen, die ich immer von meinem Haus aus sehe und in die ich mich irgendwie verliebt habe! Am Abend war ich dann mit Helene, Julie und Tiril wieder bei einem Film im Isel Park, diesmal gab es aber den alten James Bond From Russia with Love. Marlene konnte nicht dabei sein, da ihre Gasteltern, die gerade mal Mitte zwanzig sind, am Wochenende ihr Hochzeit hatten. Sonntag hat Alana, ihre Gastmutter, mich auch total lieb zum Barbecue eingeladen und wir hatten einen wunderschönen Abend, haben dann Marlenes restliches Gepäck gepackt und gequatscht und einen Film geschaut, bis wir um ca. drei Uhr eingeschlafen sind. Ein paar Stunden später sind wir dann aber auch schon wieder aufgewacht, um einen Sonnenaufgangsspaziergang am Wasser zu machen. Wir hatten dann später einen Brunch mit Alana und Brendan und sind noch einmal durch Nelson und zum Strand gefahren. Und danach mussten wir schon zum Flughafen und Abschied nehmen...

Ich vermisse dieses verrückte Mädchen jetzt schon! Aber zum Glück wohnt sie ja auch in Deutschland und ich denke, dass wir eine super tolle gemeinsame Zeit hatten. Im Übrigen bin ich auch schon seit 171 Tagen hier und habe noch 94 Tage bis zum Ende des ersten Terms...

 

Boat Shed Cafe Sammy, unser Sandmann WOW WOW WOW 

 

Outdoor Movie in der Dämmerung

 

Auf Barnicoat  

 

 Pizza aus Marlenes selbstgebautem Pizzaofen