Meine Reise nach Aotearoa

Auslandsjahr in Neuseeland

01Mai
2017

Dunedin und die Otago Penisula

Für Dunedin hatte nur ein Tag in unseren Plan gepasst, wodurch unser Tag relativ voll wurde. Zuerst schauten wir uns die Stadt an, die meiner Meinung nach die wahrscheinlich schönste der Südinsel ist. Nach Christchurch ist sie die zweitgrößte Stadt der Südinsel und besticht mit alten Backsteingebäuden und roten Ziegeln. Dabei wurde sie gerade einmal vor etwa 160 Jahren von Schotten gegründet, was man ja aber für neuseeländische Verhältnisse schon als alt bezeichnen kann. Duendin ist übrigens das gälische Wort für Edinburgh… Im Zentum befindet sich das Octagon; ein Platz, in dessen Nähe sich so ziemlich alle historischen Gebäude befinden: Eine Kathedrale, der Bahnhof mit Mosaikfußboden und die älteste Universität des Landes, deren Gebäude und Campus wirklich sehr hübsch ist. Nachdem wir also durch das Städtchen geschlendert sind, fuhren wir zur Otago Peninsula.

Die Halbinsel ist direkt hinter Dunedin; voll mit Schafsweiden, tollen Stränden und Buchten, jeder Menge Wildtieren und beherbergt sogar das einzige Schloss Neuseelands. Dieses ist aber hinter einer hohen Hecke versteckt und nur gegen nicht allzu knappes Eintrittsgeld zu besuchen. Daher sind wir lieber zur Sandfly Bay gefahren. Der Name lässt nicht besonders Gutes erwarten, doch der Strand, der dort auf uns wartete war wirklich unglaublich schön. Den Berg durch tiefen Sand herunterrutschend kamen wir zum Strand herunter. An beiden Enden befanden sich Klippen und hinter uns Dünen, die die Bucht zu einem geschütztem Ort machten. Am Beginn des Weges gab es Schilder über Seelöwen und Gelbaugenpinguine, an die man nicht zu nah herangehen sollte. Die Pinguine waren aber gerade fischen, wobei die Seelöwen ganz entspannt an den Klippen schliefen, in der Sonne badeten oder im Sand wälzten. Wir sahen ihnen also einige Zeit zu, fotografierten und freuten uns einfach. Schließlich fuhren wir weiter zur Spitze der Halbinsel, wo die einzige Albatrosskolonie am Festland brütet. Von einer Beobachtungsstation konnten wir die schneeweißen, flauschigen Albatrossküken beobachten, die dort auf ihre Eltern warten, die bis zu 7 Tage lang weg sind, um zu fischen. Albatrosse sind schon echt tolle Tiere! Sie haben eine Flügelspannweite von etwa 3 Metern und fliegen fast nur, wenn es windig ist, da es ohne Wind einfach zu schwer wäre. 80 % ihres Lebens verbringen sie auf der See und kommen nur an Land, um sich fortzupflanzen – und sie haben ihr Leben lang den gleichen Partner. Auf dem Weg zu einer nahgelegnen Plattform flog dann auch tatsächlich einer direkt an uns vorbei! Viel größer sind die, als ich mir vorgestellt hatte und so wunderschön und elegant…

Auf jeden Fall brach die Dämmerung dann auch schon ein und wir beschlossen noch einmal zu der Bucht zu fahren, wo ja jetzt die Pinguine sein müssten. Und prompt angekommen, sahen wir einen. Der Kleine schwamm in die Bucht und watschelte dann den steilen Hang hinauf – so unglaublich süß! Gelbaugenpinguine sind eine der seltensten Pinguinarten. Ca. 4800 gibt es noch, die nur im südlichen Neuseeland leben… Ein ziemlich besonderes Erlebnis...

 

Bahnhof Bahnhof Bahnhof University of Otago Sandfly Bay       Northern Royal Albatross