Meine Reise nach Aotearoa

Auslandsjahr in Neuseeland

27März
2017

Campen am Buller River

Letzte Woche hatte ich mein letztes Outdoor Education Camp während meines Auslandsjahres. Wir waren für zwei Tage am Buller River campen, in der Nähe von Murchison. Das Wetter war gigantisch; strahlender Sonnenschein und blauer Himmel! Wir sind am morgen losgefahren und waren dann am Vormittag am Campingplatz, um direkt von dort mit den Kajaks loszufahren. Der Plan war für ca. 5 bis 6 Stunden auf dem Wasser zu sein. Wir waren also 13 Schüler und 4 Lehrer und wurden in kleine Gruppen aufgeteilt. Ich war zusammen mit Eirik, der Austauschschüler aus Norwegen ist, und Holly. Sie ist ein Kiwi, aber eigentlich aus Großbritannien und einfach total lieb und hilfsbereit. Unser Instructor war Lana, die die Freundin von Mark ist, einem unser Lehrer. Aber die sind hier ja eh wie Kumpels und Lana war eine total hübsche und coole Person, die uns einiges interessantes Zeug beigebracht hat. Der Buller River heißt auf Maori Kawatiri, was tief und schnell bedeutet und fließt durch eine wunderschöne neuseeländische Landschaft. Von den Flüssen hier hat man noch einmal eine total andere Perspektive auf die Natur und das Land. Wir haben also beim Kajak fahren unseren Fokus auf die Stromschnellen und vorallem in das Kehrwasser zu kommen und wieder herauszufahren ohne umzukippen gelegt. Zur kurzen Erklärung: Kehrwasser ist das Wasser in einem Fluss, das meist am Rand oder hinter einem Hindernis ist und somit relativ still steht oder sogar Flussaufwärts fließt. Mit der Weile haben wir also immer mehr Übung bekommen und es hat total viel Spaß gemacht. Witzig war, als wir alle drei dann aber in einer Stromschnelle gleichzeitig gekentert sind und alle anderen uns von der Seite zugesehen und ausgelacht habentongue-out. Nach dem Mittagessen sind wir also noch weitergefahren und haben am späten Nachmittag dann die Kajaks auf den Trailer geladen, um Flussaufwärts wieder zum Campingplatz zu fahren. Vorher waren wir aber noch samt unserer kompletten Kleidung schwimmen, was total entspannend war, da die Schwimmweste einen einfach oben gehalten hat. Am Campingplatz haben wir dann die Zelte aufgebaut, Essen gekocht und den wahnsinnig schönen Sternenhimmel bestaunt. Lange wach waren wir aber nicht mehr, da wir einfach total kaputt waren.

Am nächsten Tag sind wir kurz nach dem Sonnenaufgang aufgestanden und haben alles fertig gemacht, um wieder auf den Fluss zu fahren. Wir sind zu unserem Mittagsspot vom Tag davor gefahren und von dort gestartet. Wir haben also weiter an unseren Fähigkeiten gefeilt und geübt, bis wir zu einer der größten Stromschnellen kamen, dort eine kurze Pause hatten und dann Rettungsaktionen mit Hilfe von Seilen geübt haben. Einige sind also in die Mitte der Stromschnelle gesprungen, wurden dann runtergetrieben und dann mit den Seilen wieder an das Ufer gezogen. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht in den Fluss zu springen, auch wenn man keine Macht gegen die Stärke des Wassers hatte und wir aber zum Glück die Rettungswesten an hatten. Das war aber definitiv einer meiner Highlights! Danach sind wir nur noch die paar letzten Meter zum Endpunkt gefahren und mussten dann wieder nach Hause fahren. Für den Nachmittag und den nächsten Tag waren meine Arme allerdings nicht so sehr zu gebrauchen.tongue-out

Der Trip war auf jeden Fall das coolste in dieser Woche, aber am Samstag war ich dann nochmal mit Anna auf Mr. V's Farm, wo wir Pferde gekuschelt, Ziegen gefüttert und Pflanzen gesäht haben und ingesamt eine Menge Spaß hatten! Und Sonntag hatte Helene ihren 18. Geburtstag, wo wir dann unseren Tag verbrachten...

 

Eirik und ich