Meine Reise nach Aotearoa

Auslandsjahr in Neuseeland

Berichte von 04/2017

29April
2017

Hector-Delfine an der Curio Bay und die Catlins nach Dunedin

Nun ging es von Te Anau zu dem südlichsten Punkt unserer Reise. Durch eine landwirtschaftlich geprägte Landschaft sind wir nach Invercargill gefahren und haben uns dort kurz umgeschaut. Wie die meisten Städte hier haben wir das aber auch bald wieder hinter uns gelassen und sind weiter nach Bluff gefahren, das auf einer Landzunge ist und von wo man mit dem Schiff nach Stewart Island fahren kann. Dort haben wir uns ein paar frische Austern gegönnt und zum Mittagessen genossen. Anschließend sind wir noch ca. 100 Kilometer weiter zur Curio Bay gefahren, wo sich unsere heutige Unterkunft befand. Ein paar Häuser, ein langer Strand und Dünen; ansonsten fast nichts. Wir sind also an diesem wunderschönen Ort am Wasser spazieren gegangen und haben genossen, ein bisschen durchgepustet zu werden. Und dann, plötzlich, haben wir die Finne eines Hector-Delfins aus dem Wasser schauen sehen. Nur sehr kurz, dann war er auch wieder verschwunden. Wir verbrachten also den Abend damit, nach den Delfinen zu suchen, die immer wieder nur ganz kurz zu sehen waren. Ein ziemlich cooles Erlebnis!

Am nächsten Morgen konnten wir den Delfinen auch noch Auf Wiedersehen sagen, bevor wir uns auf dem Weg an den Catlins entlang nach Dunedin machten. Die Catlins ist eine sehr dünn besiedelte und zerklüftete Region an der Südspitze der Südinsel. Am bekanntesten dort sind wahrscheinlich die Cathedral Caves; zwei untereinander verbundene Höhlen am Strand, die vom Meer geformt wurden und nur bei Ebbe zu besuchen sind. Sie sind ca. 100 Meter lang und bis zu 30 Meter hoch. Als wir dort waren, waren wir die einzigen Besucher, was den Ort sehr besonders machte. Anschließend haben wir uns noch zwei Wasserfälle angeschaut und sind dann zum Nugget Point gefahren. Dort ist ein kleiner, weißer Leuchtturm, von dem man runter auf eine Seehundkolonie schauen kann. Es war super windig, aber wunderschön. Am Abend sind wir dann in Dunedin in unsere Unterkunft eingekehrt.

 

BluffCurio Bay Cathedral Caves

28April
2017

Glühwürmchen in Te Anau und mit dem Boot durch den wunderschönen Milford Sound

Von Queenstown sind wir nach Te Anau gefahren und ließen uns extra viel Zeit , damit wir uns alles anschauen konnten, was uns auf dem Weg ins Auge fiel. So sahen wir uns den Lake Wakatipu, an dem Queenstown liegt, noch einmal vom anderen Ufer an oder fanden ein Schild in Garston, das auf New Zealand’s most Inland village verweist. Schließlich hatten wir Picknick am Pukerau Red Tussock Scientific Reserve mit Blick auf eine total tolle Graslandschaft mit Büschen und Bergen dahinter. Schließlich sind wir auch irgendwann auf unserem Zeltplatz in Te Anau angekommen, wo wir eines der kleinen Apartments bezogen. Da der Tag noch relativ jung war, sind wir noch in dem Örtchen herumgeschlendert und saßen am Lake Te Anau. In der Abenddämmerung sind wir dann mit einer geführten Tour auf einem Schiff zu den Te Ana-au Höhlen gefahren, die auf der anderen Uferseite des Sees sind. Te Ana-au heißt so viel wie Höhle des wirbelnden Wassers und die Maori gaben dem Ort seinen Namen. Als die ersten Europäer dann ca. 200 Jahre später kamen, stand fest, dass sich hier irgendwo ein Höhlensystem befindet. Das gesamte Höhlensystem hat den Namen Aurora-Höhlen und der größte Teil steht unter Schutz, da dort der Takahe wohnt; ein endemischer, stark vom Aussterben bedrohter Vogel. Im vorderen Teil des Systems sind aber die Te Ana-au Höhlen, die man besuchen darf. Das besondere sind die Millionen Glühwürmchen, die dort wohnen. Mit einem Guide sind wir also dort hinein glaufen, haben alles mögliche über diese Tiere gelernt und sind dann in einem Bötchen bei kompletter Dunkelheit und Stille durch den engen Bachlauf geglitten – die Augen an die Decke gerichtet, wo man wie an einem wunderschönem Nachthimmel diese ganzen kleinen Lichter sah. Ein ziemlich mystischer Ort war das!

Am nächsten Morgen sind wir dann früh aufgestanden, um zum Milford Sound zu fahren, dem bekanntesten Fjord Neuseelands. Es hat geregnet und die enge und kurvenreiche Straße führte durch den Fjordland Nationalpark bis zum Milford Sound. Dabei waren links und recht die ganze Zeit Berge und durch den Regen flossen überall Flüsse und Wasserfälle herunter. Je länger man wo hinsah, desto mehr Wasserfälle konnte man auch zählen. Dunst und Wolken hingen dazwischen und man nahm nur die ganzen Umrisse in unterschiedlichen Schattierungen wahr. Schließlich kam noch ein Tunnel, der in den Berg geschlagen und schlecht beleuchtet ein echtes Abenteuer darstellte. Am Fjord hatten wir dann noch etwas Zeit uns umzusehen und sind dann auf die Milford Mariner gestiegen. Mit dem Boot sind wir durch den Fjord gefahren und ein Guide hat uns von allem möglichen Wissenswerten erzählt. Wir sind auch bis direkt zu den Wasserfällen gefahren, wo einige eine kleine Dusche abbekamen. Außerdem sahen wir Seehunde und natürlich diese unglaublich schöne Landschaft des Nationalparks. Bis hinaus auf die Tasmanische See fuhren wir also, bis wir wieder umkehrten und den Heimweg antraten.

Mit dem Auto auf dem Weg zurück nach Te Anau kamen wir dann noch zu ein paar Aussichtspunkten und Wasserfällen, so wie den Mirror-Lakes, die aber eher Tümpel waren. Es war aber auf jeden Fall ein super schöner und magischer Tag!!!

 

Pukerau Red Tussock Scientific Reserve Auf dem Weg zu den Glühwürmchen   Fjordland Nationalpark Milford Sound

26April
2017

Lake Wanaka und Queenstown

Nach der zweiten Nacht in Franz Josef sind wir dann wieder aufgebrochen, um zum Lake Wanaka zu fahren. Dabei sind wir aber erst am Lake Matheson vorbeigekommen; ein kleiner Moorsee, der so spiegelglatt war, dass sich die Berge und der Wald darin glasklar gespiegelt haben. Natürlich ist dieser See auch relativ bekannt und eine Touristenattraktion geworden, aber die meisten waren nach dem ersten Aussichtspunkt schon zufrieden und wir konnten die Stille genießen, sobald wir auf der anderen Seite des Sees angekommen waren. Denn eigentlich ist dies schon ein mystischer Ort… Anschließend stöberten wir noch ein bisschen durch den Souvenirshop und sind dann weitergefahren. Den nächsten Stopp haben wir in Haast gemacht, einem kleinem Örtchen vor dem 563 Meter hohem Haast Pass, der die veregnete Region der Westcoast mit dem viel sonnigeren Otago verbindet. Wir hatten uns den Ort sehr viel größer vorgestellt und nachdem wir sehr schnell herausgefunden hatten, dass es nicht besonders viel zu sehen gab, haben wir uns nur noch nicht besonders gute Fish & Chips gekauft und sind schnell weitergefahren. Kurz vor dem Pass kamen wir dann zu einem kleinem Parkplatz, von wo ein Track zu den Fantail Falls ging. Diese ergossen sich in ein kleines, türkisfarbenes und eiskaltes Flüsschen. Das relativ breite Flussbett aus Steinen hatten Besucher genutzt, um eine ganze Landschaft aus Steinmännchen zu bauen – ziemlich irre… Ich habe natürlich meinen eigenen kleinen dazugestellt. Später sind wir dann noch bei den Blue Pools angehalten; kleine aber tiefe, türkisblaue und glasklare Wasserbecken. So eine Farbe in einem Gewässer habe ich noch nie gesehen. In Otago befanden wir uns jetzt in einer komplett anderen Welt. Der Regenwald war verschwunden und war bräunlichen Wiesen und Hügeln gewichen. Gelbe Pappeln und rote und orange Büsche und Bäume säumten den Weg und es roch unentwegt nach Herbst. Kühe, Schafe und Wild wurden auf großen Weiden gehalten und wenig später wurde uns auch schon der unglaublich schöne Blick auf den Lake Wanaka gewährt; die Umrisse der Hügel und Berge im Abendlicht dahinter.

Dieser Anblick begrüßte uns auch am nächsten Tag, als wir uns von unserer relativ luxuriösen Unterkunft in Richtung Queenstown aufmachten. Da wir viel Zeit hatten, sind wir auch zuerst noch ein paar Stunden am Westufers des Sees spazieren gegangen. Die Herbstlandschaft ähnelte so gar nicht der wilden Westküste und wir genossen den entspannten Weg sehr. Dieser war Teil von Farmland und wir mussten mit dem Auto über eine Swingbridge und durch mehrere Gatter, um dorthin zu gelangen – bei uns in Deutschland auf Grund des privaten Landes kaum denkbar… Schließlich fuhren wir nach Queenstown, wo wir unsere Nacht verbrachten.

Am nächsten Tag hatten wir den gesamten Tag, um uns diese berühmte Stadt anzusehen. Hier bekommt man jede erdenkliche Art angeboten, um mit abenteuerlichen Aktionen entertaint zu werden. Von Bungy-Jumping, über Jetboot fahren, Rafting oder Hubschrauber Flüge – hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Wir haben aber festgestellt, dass es dabei eigentlich nur um Geld geht und alle Preise mal Pi gerechnet wurden. Nach einem kurzen Spaziergang in der Stadt sind wir also nur noch zur Kawarau Suspension Bridge gefahren. Dort wurde das Bungy-Jumping erfunden und jetzt zu einer lohnenswerten Geldquelle gemacht. Wir haben also einigen Wagemutigen zugeschaut, wie sie sich die 43 Meter in die Tiefe stürzten und sind dann abgehauen. Nicht weit entfernt gab es das viel hübschere und gemütlichere Arrowtown, wo wir durch die Straßen gebummelt sind und Kaffee getrunken haben. Später haben wir noch einen kleinen Spaziergang an einem Bach gemacht… Mein Fazit also: Queenstown ist bestimmt etwas für Abenteuerlustige, die bereit sind, Geld auszugeben. Aber für mich nicht unbedingt…

 

Lake Matheson

Blue Pools Fantail Falls

Lake Wanaka

 

Arrowtown

23April
2017

Franz Josef Gletscher und Lagunen in Okarito

Am nächsten morgen sind wir dann nach einem gemütlichen Frühstück wieder aufgebrochen und nach einer Morgenwanderung zu einem Bach den Weg zurück bis nach Hokitika gefahren. Das ist die Greenstone Hauptstadt Neuseelands und es gibt einen Laden nach dem anderen, der das grüne Gold verkauft. Später am Strand haben wir auch versucht, den Stein zu finden, doch irgendwie sahen alle Steine grünlich aus, ohne Jade zu sein. Wir sind also weiter nach Franz Josef gefahren, dem Dorf am gleichnamigen Gletscher. Am nächsten morgen sind wir dann zum Gletscher gefahren, doch der Wanderweg führte nicht gerade bis ans Eis und so imposant wie die norwegischen Gletscher war er auch nicht. Dafür ein Haufen Touristen… In unserem Reiseführer steht, dass es mit Glück nur nieselt, doch bei uns war mal wieder kein Wölkchen am Himmel. Auf die Empfehlung eines Kiwis aus Christchurch, den wir auf dem Arthur’s Pass getroffen hatten, fuhren wir nach Okarito. Das ist ein kleines, verschlafenes Dorf an der Küste, für die meisten Touristen uninteressant. Dabei gibt es dort zwei Lagunen mit Silberreihern und uns hat die Umgebung eher an ein Paradies erinnert. Daher haben wir es umso mehr genossen, die ca. 10 Kilometer Küstenweg bis zur menschenleeren Lagune und am Strand zurück zu laufen. Dann hat es doch noch angefangen zu nieseln und wir haben uns bis zum Abendessen in den Hot Pool unseres Backpackers gesetzt.

 

  Franz Josef Gletscher  Lagune

21April
2017

Arthur's Pass

Von Punakaiki sind wir dann zum Arthur's Pass gefahren. Zuerst noch an dieser wunderschönen Westküste entlang und über mehrere Flussmündungen ging es nach Greymouth. Die Stadt hat abgesehen von einem Einkaufsladen und einer Tankstelle nicht besonders viel zu bieten. Man merkt, dass hier nicht gerade wohlhabende Menschen leben und wir haben gerade Mal einen Shop gefunden, der uns gefallen hat. Dort wurde Schmuck aus Greenstone bzw. neuseeländischer Jade verkauft, die sehr typisch für dieses Land ist und die man hier an den Stränden der Westküste finden kann. Hinter Greymouth ging es dann landeinwärts zum Arthur's Pass, entlang eines glasklaren Flusses in einem breiten Steinbett. Vor uns die Berge haben wir bei strahlendem Sonnenschein auf die Steigung zum Pass gewartet. Allerdings kam die erst kurz vorher und wie zwei Schweizer, die wir trafen, so schön feststellten: Ich glaube, wir haben den Pass schon überquert. Die Landschaft war aber trotzdem beeindruckend und wieder sah die Region so ganz anders aus als zuvor. Wenig später erreichten wir auch das Dorf Arthur’s Pass, was ein kleiner Magnet für Touristen war. Leider waren die beiden längeren Wanderwege gesperrt, so dass wir nur ca. 500 Meter zu einer Brücke laufen konnten, von der man den Devil’s Punchbowl Waterfall sehen konnte, der aus 130 Metern Höhe nach unten fällt. Schließlich haben wir ein kleines Schild gefunden, das auf den Con’s Track verwies und, wie wir im Nachhinein herausfanden, auch vor Lawinen warnte. Weil wir ja nichts anderes zu tun hatten, sind wir also diesen Track hoch gelaufen bzw. geklettert, der sehr steil und steinig war. Belohnt wurde man aber mit einer menschenleeren Natur und immer wieder Aussichten auf den Wasserfall, den wir bald unter uns ließen. Wir liefen fast bis zur Baumgrenze, kehrten dann aber doch um, weil wir das zu dem Zeitpunkt ja gar nicht wussten. Zur Abenddämmerung kehrten wir in unserem Backpackers ein, der ziemlich heruntergekommen war, aber in einer coolen Landschaft.

 

 

20April
2017

Punakaiki: Pancake Rocks, Regenwald und eine wunderschön wilde Westküste

Gestern sind wir morgens aufgebrochen und haben unsere Fahrt zu unserem ersten Stop begonnen: Punakaiki. Auf dem Weg haben wir dann schon die Erfahrung gemacht, dass es in Neuseeland einfach nicht so viele Tankstellen gibt, wie wir es gewohnt sind. Kurz vor Murchison rechneten wir fest damit, dass wir das Auto gleich schieben müssen und sind dann aber doch noch in die Tankstelle gerollt... Danach konnten wir auch wieder die Straße genießen, die immer enger und kurvenreicher wurde. Am Anfang waren wir noch zwischen hellgrünen Hügeln, die größtenteils für Schafs- und Kuhweiden genutzt wurden. Diese wurden dann immer mehr bewaldet und aus sanften Hügeln richtige Steilhänge und Felsübersprünge. Die 100 km/h konnten wir da selten einhalten... Ab Murchison fuhren wir dann auch immer am Buller River entlang, der sich wunderschön türkis und relativ breit bis nach Westport schlängelt. Am Cape Foulwind, kurz hinter Westport, haben wir dann eine Pause gemacht, da dort die nördlichste Seehundkolonie Neuseelands ist. Nur ein paar Minuten hinter dem Parkplatz lagen die dann alle auf ein paar Klippen; geschützt vor den kraftvollen Wellen der Tasman Sea. Hier an der Westküste ist das Meer total anders, als in Nelson. Es ist sehr rau, aber dabei wunderschön und die Gischt spritzt hoch, wenn die Wellen auf die Steine und Klippen prallen. Nachdem wir also den Seehunden und ihren Jungen einige Zeit zugesehen hatten, sind wir noch an der Küste entlang gewandert, bis wir zu einem kleinen Leuchtturm kamen. Erst am Abend sind wir dann in unserem Backpackers bei Punakaiki angekommen, das eine kleine Anlage aus einigen kleinen Häuschen mitten im Wald ist. Kleine Pfade führen zu den Unterkünften, wobei man sich gut verlaufen kann. Unsere Lodge ist relativ groß und komplett aus Holz. Es gibt drei Schlafräume und einen Gemeinschaftsraum und Küche, die wir mit einer kleinen Familie und einem Mann aus Schottland teilen. Das Haus erinnert total an ein Vogelhaus und wenn wir rausschauen, sind wir mitten im Regenwald zwischen Palmen und einheimischen Pflanzen.

Heute morgen sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein aufgewacht. Eigentlich soll es ja an der Westküste immer regnen, aber wir haben echt totales Glück! Nach dem Frühstück sind wir dann zum nahgelegenem Strand gelaufen, der in einer kleinen Bucht liegt. Die Wellen waren total laut und tosend und brausend und der Strand aus Kieselsteinen, die glänzend und bunt waren. Nachdem wir uns von diesem Anblick wieder losgerissen hatten, sind wir zu den berühmten Pancake Rocks gefahren. Nur ein paar Meter weiter begann ein Wanderweg am Porarari River entlang. Ein wunderschöner Pfad führte entlang des ruhigen, dunkelgrünen Flusses durch den Regenwald. Rechts und links waren steile Hänge und auf dem Fluss ein paar Kajaker, die die Sonnenstrahlen genossen. Später kamen wir zu einer Hängebrücke, unter der wir unser Mittagessen als Picknick haben. Danach waren wir noch an einem anderen, größeren Strand. Dort haben wir diese unglaublich schöne und wilde Westküste genossen und sind barfuß durch den Kies gelaufen und haben immer wieder von den schäumenden Wellen die Füße kühlen lassen. Als dann am Abend die Flut war, sind wir noch einmal zu den Pancake Rocks gefahren, wo jetzt Wasser durch Löcher in den Felsen spritzte und aus sogenannten Blowholes gepresst wurde. Stundenlang hätte ich hier dem Meer zuschauen können... Doch wir sind stattdessen wieder zu unserem Häuschen gefahren, um den Sonnenuntergang in unserer kleinen Bucht zu genießen.

 

Fahrt am Buller River Cape Foulwind Pancake Rocks Blowholes Porarari River

18April
2017

Abschied nehmen und reisen gehen

Meine letzte Schulwoche ist jetzt auch vorüber, in der ich zu allen möglichen lieben und für mein Auslandsjahr wichtigen Menschen Auf Wiedersehen sagen musste. Wir waren ein letztes Mal in Squires, ich hatte ein letztes Mal Outdoor Education und war überhaupt ein letztes Mal mit meinen so liebgewonnen Freunden zusammen. Mittwoch sind dann auch Claire und Kiran in den Urlaub in die USA geflogen, wo sie ihren Bruder zum Geburtstag besuchen möchte.

Einen Tag später war dann auch der letzte Schultag und meine Mama ist endlich in Nelson angekommen: Trotz des Sturmes und Regens! Da gab es natürlich erst einmal ein großes Umarmen und erzählen, erzählen, erzählen... Und Jetlag ausschlafen.tongue-out Auf jeden Fall habe ich ihr dann in den nächsten Tagen Nelson gezeigt und wir waren an ein paar meiner Lieblingsorten. Wir waren auf dem Samstagmarkt, auf dem Center von Neuseeland und im Abel Tasman Nationalpark, der trotz des Regens wunderschön war. Außerdem im Kauhurangi, wo wir einen Teil der Tour gelaufen sind, wo ich schon mit Outdoor Education war. Dort war dann auch Kaiserwetter und wir hatten von Mount Arthur eine wahnsinige Aussicht bis nach Nelson und über das Meer. An einem Abend waren wir zusammen mit Julie und Tiril im Theatre Royal, wo wir uns das Musical Annie angesehen haben, wo Helene und Helene mitgespielt haben. Und obwohl das Singen nicht soooo umwerfed war, hat mir die Vorstellung total gut gefallen! Wir hatten auch ein Abendessen mit Charlie, meinem Gastvater. Ziemlich cool, dass die beiden sich jetzt mal kennengelernt haben... Am letzten Tag in Nelson sind wir dann zur Cable Bay gefahren,wo wir umgeben von Schafen auf den Hügel geklettert sind und von dort auf das Meer geblickt haben. Wieder unten waren wir baden; aber nur so für zehn Sekunden, weil es so kalt war. Zum späten Tee haben wir dann Freunde von mir besucht, die ich beim Kajak fahren kennengelernt habe. Henry und Hanni sind eigentlich aus der Schweiz und vor ca. 30 Jahren nach Nelson gezogen. Aus Tee wurde dann Abendessen und erst um halb 11 waren wir wieder zu Hause, da der Abend einfach total schön war!

Ab jetzt geht unser Roadtrip los, wo wir rund um die Südinsel fahren werden. Meinen Blog werde ich versuchen immer dazwischen zu schreiben... Ich freue mich auf jeden Fall schon total!

 

Centre of New Zealand Kahurangi Nationalpark Mount Arthur Cable BaySplit Apple Rock

09April
2017

Geburtstag, Farewell und PARAGLIDEN

Hallihallo ihr Lieben:)

Im Moment bin ich super beschäftigt meine Zeit zu genießen und mit Freunden was zu unternehmen. Daher habe ich auch meine Blog etwas vernachlässigt und jetzt ist schon wieder so viel passiert, was ich festhalten muss!

Fange ich also mal mit letzter Woche an... Wir (Julie, Tiril, Anna, Leonie und ich) waren am Donnerstag in Nelson im Stephanos, um dort wahrscheinlich zum letzten Mal zusammen Pizza zu essen. Was sein muss, muss sein! Am nächsten Tag sind wir nach der Schule zu Anna und Leonie gegangen und hatten einen Disneyfilm Marathon, wobei ich schon ziemlich früh eingeschlafen bintongue-out... Auf jeden Fall werde ich hier total gebildet in Hinsicht auf Filmwissen;) Erst Harry Potter, dann Disneywink! Total übermüdet sind wir dann trotzdem zum Markt am Samstag gefahren, wo wir, wie immer Chai Tee hatten! Am Abend war ich dann mit meiner Familie im Theatre Royal, wo wir das Gumboot Musical angesehen haben. Die Gruppe war aus Südafrika und hat die Geschichte der Minenarbeiter in Johannesburg erzählt, die weit entfernt von ihren Familien auf ein besseres Leben hoffen. Obwohl das Thema eigentlich eher traurig ist, war die Show total fröhlich, laut, energievoll und mit super toller Musik... Ziemlich genial! Am Sonntag haben wir es dann endlich geschafft bei einem wunderschönem Morgen zum Waka ama zu gehen und es hat total viel Spaß gemacht. Man vergisst einfach alles, während man paddelt, und genießt nur noch die Teamarbeit und die schöne Landschaft...

Mittwoch in dieser Woche war dann mein Geburtstag, wo ich eigentlich Paragliden gehen wollte, was aber wegen Regens und Wind nicht geklappt hat. Der Tag war trotzdem wunderschön. Ich wurde von meinen Freunden mit zwei Kuchen und drei Luftballons überrascht, die ich dann den ganzen Tag tragen musstetongue-out. Wir hatten unsere letzte Musikstunde mit Simon und danach begann der etwas seltsame Teil an diesem Tag. Anna und ich hatten nämlich nicht wirklich mitbekommen, dass die Concert Band Teil eines kleinen Konzertes war und wir hatten beschlossen nicht hinzugehen. Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, aber wir saßen plötzlich, nicht gaanz freiwillig, in einem Bus mit 99% Carbon Dioxid in der Luft und super vielen Schülern und wurden zu einer Kirche verfrachtet, wo wir Mamma Mia spielen sollten. Letztendlich hat es aber Spaß gemacht und wir müssen bis jetzt dadrüber lachenlaughing! Naja, meine zurückgebliebenen Freunde haben auf jeden Fall beschlossen ohne mich zu feiern und der erste Kuchen war aufgegessen, als wir wieder in der Schule waren. Den Nachmittag haben wir dann in Squires verbracht!

Donnerstag haben wir dann zum zweiten Mal meinen Geburtstag gefeiert und haben Beauty and the Beast im Kino geschaut! Freitag war dann die Feier mit meiner Gastfamilie dran und wir sind indisch essen gegange, was super lecker war, und danach waren wir im Theatre Royal und haben den Fiddler auf dem Dach geschaut.

Samstag habe ich dann erst realisiert, dass das mein letztes Wochenende ist und wir waren wieder auf dem Markt, weil das einfach einer unser Lieblingsorte hier ist. Mr. Chai war mega lieb und wir haben über norwegische Filme geredet, Selfies gemacht und am Ende habe ich einen Schokochai geschnenkt bekommen. An nem anderen Stand ist immer eine Frau namens Natalie, die uns auch schon kennt und sie hat uns zu sich eingeladen um Tee mit ihr zu trinken. Sie hat eine kleine Farm hier in Stoke und wir werden sie wahrscheinlich nächste Woche besuchen! Warum sind hier alle so extrem nett??? Am Nachmittag haben wir uns dann mit ca. 30 Leuten im Isel Park getroffen und eine Abschiedfeier gehabt!!

Heute war dann der allerallerallerbeste Tag!!!! Anna und ich waren nämlich eeeendlich Paragliden, was ich schon immer machen wollte!!! Es was wunderschön und viel entspannter, als ich dachte. Die Sicht war bis über Stoke, Nelson und Richmond und über all unsere Hügel und einfach gigantisch!!! Anna und ich waren den ganzen Tag noch gehypt! Später haben wir uns dann mit Leonie, Tiril, Julie und Itzchel zum Picknick getroffen. Was für ein genialer Tag!!!!