Meine Reise nach Aotearoa

Auslandsjahr in Neuseeland

Berichte von 08/2016

28August
2016

Don't stop me now

Ich sitze gerade auf meinem Bett, schaue aus dem Fenster auf die Lichter von Stoke und höre Don't stop me now von Queen. Dieses Lied ist im Moment zu einem ständigen Begleiter geworden; irgendwie höre ich es immer wieder zufällig oder habe wenigstens einen Ohrwurm (in Englisch Earwormwink) davon. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich mich gerade genau in dieser Gemütsfassung befindetongue-out.

Am Mittwoch war ich mit Freunden beim Op-Shop-Prom, wo wir natürlich mit unseren Männerschlafanzügen, die wir vorher gekauft hatten, hingegangen sind. Der Abend war super lustig, mit tollen Leuten, lauter Musik und tanzen, tanzen, tanzen!!! Es war nicht wirklich wie ein Prom, eigentlich nur eine Party, abgesehen davon, dass am Ende King und Queen gekrönt wurden. Es war auf jeden Fall unglaublich toll und ich werde das nicht so bald vergessen!!! Am nächsten Tag war ich dann mit Outdoor Education auf der Rabbit Island Mountainbiken, die trotz des Nieselregens ziemlich schön war. Die Fahrräder gehörten der Schule; die haben echt irgendwie alles; und wir sind durch Waldpfade und über Hügel und kleine Schanzen gefahren. Mich hat das ganze irgendwie ein bisschen an Ski fahren erinnert... Am Ende haben wir noch ein bisschen Zeit am Strand verbracht, der total anders als unser in Nelson war, es gab viel mehr Wellen und ich musste mich ziemlich zurückhalten, um nicht ins Wasser zu springen. Nass, dreckig, aber glücklich bin ich dann nach Hause gefahren, wo eine Überraschung namens Autumn auf mich gewartet hat. Autumn ist eine 3-jährige Cavalier King Charles Spaniel Hündin, die aus dem Tierheim kommt und die wir vielleicht behalten, wenn sie sich gut mit Arthur versteht. Obwohl ich nicht sooo ein großer Fan von diesen Hunden bin, ist Autumn super süß; ich glaube, sie will einfach nur lieb gehabt werden. Am nächsten Tag waren wir mit Meeresbiologie an dem Naturreservat Boulder Bank, ein super schöner Steinstrand mit Steilküste und Wellen, auf denen man ziemlich gut surfen könnte. Das schönste war das Geräusch, das die Steine gemacht haben, wenn sie von den Wellen mitgenommen wurden... Mein Wochenende habe ich mit den Freunden, die ich hier kennengelernt habe, verbracht. Am Samstagabend habe ich bei Marlene übernachtet und wir haben Kuchen gebacken, Mädchenfilme geschaut und ziemlich viel geredet, sodass wir dann irgendwann um halb vier eingeschlafen sind. Sonntag haben wir uns dann mittags mit einigen anderen am Strand verabredet, dort ein Picknick gemacht und einfach den Tag genossen. Das Wochenende, so wie die letzte Woche; war total schön und im Moment bin ich einfach nur happy.

So, dass war mal wieder das Neueste von hier unten... Und ach ja, bevor ich es vergesse, danke an alle, die Kommentare zu meinen Einträgen schreiben! Ich freue mich immer total, weil ich dann weiß, dass ich nicht umsonst schreibe und ein paar Leute das hier lesensmile.

Bis dann, eure Marlene

 

 

 

21August
2016

Klettern im Märchenland

Kaum zu glauben, dass ich jetzt schon einen Monat hier bin; die Zeit vergeht echt wie im Flug! Aber ich versuche einfach jede einzelne Minute zu genießen, was jedoch nicht wirklich schwerfällttongue-out. Ihr kennt bestimmt den Spruch Collect moments, not things und genau das mache ich! In der letzte Woche sind schon wieder so viele schöne Dinge passiert, deshalb bin ich echt froh, dass ich mit diesem Blog begonnen habe und auch für mich selber das wichtigste festhalten kann und nicht vergesse, einfach weil es so viel ist :)...

Am Montag war ich abends mit meiner Gastfamilie und Freunden bowlen, was ziemlich witzig war. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht unbedingt begabt in Ballsportarten bin, aber es hat trotzdem total viel Spaß gemacht. Claire hat am Anfang gesagt, dass sie das garnicht kann, war dann aber die beste in unserem Team und sie hat sich immer voll süß gefreut, wenn sie die Kegel getroffen hat. Am Mittwoch war ich dann zum ersten Mal bei der Concert Band, die diesmal auch stattgefunden hat! Die Band besteht aus ca. 15 Leuten und die Stücke sind nicht besonders schwer, machen aber Spaß und es ist einfach schön wieder in einer Gruppe zu spielen! Anna aus Norwegen spielt Saxophon und ist mit mir mitgekommen und ab der nächsten Woche haben wir wahrscheinlich auch gemeinsamen Unterricht. Sie ist echt super nett und war dann auch am Abend mit Marlene und mir beim Zumba. Donnerstag war dann das Highlight dieser Woche; wir waren nämlich mit meiner Outdoor Education Gruppe beim Rock Climbing. Wir sind mit zwei Vans der Schule zur Cable Bay gefahren und schon auf dem Weg dorthin konnte ich meinen Augen kaum trauen. Der Weg hat sich zwischen Schafsweiden, auf denen schon die ersten Lämmer herumgetollt sind, und bewaldeten Hügeln hindurchgeschlängelt und obwohl hier noch Winter ist, ist es unglaublich grün und die Bäume bekommen ihre ersten Knospen. Es sah aus, als ob wir durch ein Märchenland fahren und ich wäre wenig verwundert gewesen, wenn da plötzlich ein Hobbit vor uns aufgetaucht wäre. Das ist ja aber natürlich totaler Quatsch, Hobbiton ist schließlich auf der Nordinsel und so weit ich weiß scheuen Hobbits das Wasser, sodass es sich für sie recht schwierig gestalten sollte, nach Nelson zu kommen. Die Cable Bay an sich ist eine super schöne Bucht umgeben von grünen Hügeln mit einem Steinstrand, türkisem, glasklarem Wasser, und für uns das wichtigste: Einigen Felsen, die wir dann zum Klettern benutzt haben. Die Aussicht, wenn man ganz oben war, war einfach BOMBASTISCH und ich hoffe total, dass ich noch einmal die Möglichkeit habe richtig draußen zu klettern und nicht nur in einer Kletterhalle, wie ich es vorher nur kannte. Marlene hatte mir ihre GoPro ausgeliehen, sodass ich das ganze auch filmen konnte (Danke dafür nochmal :))! Damit ist unser Thema Rock Climbing jetzt aber leider beendet und wir fangen nächste Woche mit Mountainbiking an, was aber bestimmt auch cool ist. Am Samstag habe ich meinen Tag dann mit einer ziemlich internationalen Truppe (aus Korea, Norwegen, Chile und Deutschland) in Secondhandshops im nahen Richmond verbracht. Wir haben nämlich nächsten Mittwoch einen Op-Shop-Prom; das heißt, dass man sich mit seinen Freunden ein Thema aussuchen kann und dann die Kleidung im Secondhandshops kauft und so zu dem Ball geht. Unser Thema ist Men's Nightwear und schon im Laden haben alle über uns gelacht, daher bin ich schon ziemlich auf Mittwoch gespannt und freue mich voll dadrauf! Danach waren wir noch Sushi essen und es war einfach ein unglaublich schöner Tag mit unglaublich netten Leuten!!!

Sooo, es würde mir ziemlich leicht fallen, weiterzuschreiben und vielleicht aufzuhören, wenn der Text zehnmal so lang ist, aber ich will ja auch, dass das hier irgendwer liesttongue-out! Mir geht es hier weiterhin super gut und, wie schon am Anfang gesagt, genieße ich einfach die Zeit. Ganz liebe Grüße aus der Zukunft!!!

 

     

 

 

14August
2016

Up to the snow

August: Das heißt für mich Hochsommer, Ferien, Eis essen, Schwimmen gehen... Eigentlich! In Neuseeland ist es aber die beste Zeit um Ski zu fahren, was irgendwie schon seltsam ist. Aber bevor ich von meinem Tagesausflug zum Rainbow Skifield berichte, gibt es noch eine kurze Zusammenfassung der letzten Woche!

Weil das Nayland College für relativ wenig Geld Unterricht für Musikinstrumente anbietet, bin ich Anfang der Woche gleich zu dem dafür zuständigen Lehrer gegangen und hatte zwei Tage später meine erste Klarinettenstunde. Es ist wirklich super cool, dass einem die Leute an der Schule fast alles ermöglichen, wenn man Interesse an etwas hat... Mein Lehrer ist auch total freundlich und spielt in Nelson im Orchester, ich glaube, dass ich super viel von ihm lernen kann. Abends war ich dann wieder beim Zumba, was dieses Mal schon viel einfacher war und wieder total viel Spaß gemacht hat. Am nächsten Morgen bin ich dann eine Stunde früher aufgestanden, weil sich donnerstags immer vor dem Unterricht die Concert Band trifft, bei der ich mitmachen kann. Nachdem ich dann eine viertel Stunde durch die Schule geirrt bin, musste ich feststellen, dass ausgerechnet diese Woche das Treffen ausfällt, weil immer noch das Musical läuft und alle Beteiligten ziemlich durch den Wind sind. Aber immerhin habe ich schon ein paar Noten bekommen! Meinen Freitagabend habe ich mit vier Internationals bei Stephanos verbracht - die beste Pizzeria in Nelson (auch wenn ich noch keine andere ausprobiert habe...). Die Mädels, Julie, Tiril, Marlene und Paula, sind echt super nett und wir wollen das unbedingt wiederholen! Julie und Tiril sind beide aus Norwegen und waren schon dort total gute Freunde und Julie wohnt bei einer Gastfamilie, die mit meiner befreundet ist und denen die Schnauzerhündin Izzy gehört - das Girlfriend von unserem Arthur. Arthur und Izzy sind echt super süß zusammen und man kann ihren Namen in seinem Beisein nicht aussprechen, sonst flippt Arthur vor Freude immer total aus...smile

Heute, Sonntag, sind wir dann zum Rainbow Skifield gefahren, was ca. zwei Stunden entfernt ist. Es ist ziemlich klein, aber dafür umso schöner. Schon alleine der Weg den Berg hinauf ist ziemlich hübsch; das Grass war gefroren, teils sind die Hänge bewaldet, immer wieder überquert man kleine Bachläufe und vor sich hat man den Berg, der weiter oben mit Schnee bedeckt ist. Als wir dann endlich im Schnee angekommen sind, ist bei mir richtig das Herz aufgegangen. Da sinkt das mentale Alter gleich um 10 Jahre... Witzig war, dass Kay noch nie vorher Schnee gesehen hatte, aber ich denke, dass er ziemlich viel Spaß hatte. Wir sind also auf solchen Plastiksitzen Hänge runtergerodelt, haben Schneeballschlachten veranstaltet und versucht Schneemänner und Schneeengel herzustellen, was uns aber ehrlich gesagt eher misslungen istlaughing. Danach habe ich mir dann Skier ausgeliehen und war ENDLICH mal wieder Ski fahren. Und ich kann euch sagen: Es tat einfach unglaublich gut. Das Wetter war auch super und was kann man sich schöneres vorstellen, als IN NEUSEELAND (manchmal muss ich mir das nochmal vor Augen führen) bei strahlendem Sonnenschein eine Abfahrt herunterzugleiten und einfach nur den Augenblick zu genießen?! In dem Moment überhaupt nichts! (Endorphine  und so weiterwink) Leider mussten wir dann viel zu früh wieder nach Hause fahren, aber es war wirklich ein unglaublich schöner Tag. Am Abend haben wir die Woche nur noch mit Popkorn (das hier im Übrigen salzig ist) und einer Folge Psych ausklingen lassen...

 

 

  

07August
2016

Die Wintersonne genießen...

Kia ora! smile

Es ist Wochenende, die Sonne strahlt und der Himmel ist wunderbar blau! Bei dem Wetter trödel ich einfach durch den Tag und genieße bei winterlichen 3°C, dass Nelson einer der sonnigsten Orte Neuseelands ist. Gestern habe ich mich mit ca. 15 Internationals am Tahunanui Beach getroffen und dort den Nachmittag und später einen wunderschönen Sonnenuntergang vor schneebedeckten Bergen genossen. Heute war ich mit meiner Gastmom Claire und mit Arthur noch einmal am Centre von New Zealand, von wo man einen tollen Blick auf die Stadt hat, z.B. konnte sie mir von dort oben das Hospiz zeigen, in dem sie als Krankenschwester arbeitet.

In der Woche war ich einmal mit Marlenetongue-out, sie kommt aus Wuppertal und ist echt cool, bei einem Zumba-Kurs, was total witzig war! Machen wir wahrscheinlich auch weiterhin... Am Freitag waren wir mit Earth and Marine Science auf der Oyster Island. Als Unterricht versteht sichlaughing! Unser Lehrer hat uns mit seinem eigenen Motorboot dahingefahren und wir haben über einheimische Pflanzen etc. gesprochen. Außerdem weiß ich jetzt dank Sigrid, was Mir geht es gut auf norwegisch heißt... Am Abend war ich noch in dem Musical Annie get your gun vom Nayland College, was unglaublich professionell und mit tollen Sängern und Choreographien war. Kaum zu vergleichen mit allem, was ich bis jetzt als Schulaufführungen gesehen habe...

Das war also das Wichtigste der letzten Woche und ich habe definitiv noch Zeit und Platz in diesem Blogeintrag, nutze ich das also einfach um meine Gastfamilie noch einmal genauer vorzustellen! Meine Gasteltern heißen Claire und Charlie, Claire arbeitet über die Nacht in einem Hospiz und ist daher tagsüber immer zu Hause und Charlie ist Motorcycle Courier, also sozusagen Postbote, wenn ich es richtig verstanden habe. Die beiden kommen eigentlich aus Süd-Afrika, wo auch mein Gastbruder Kiran geboren ist. Er ist jetzt 13 und liebt Fußball spielen und Videospieletongue-out. Abgesehen davon wohnt Kay noch hier, er ist aus Thailand und ist 15, er spricht noch nicht so gutes Englisch, aber ich glaube, dass er das ziemlich schnell lernt! Zu den menschlichen Familienmitgliedern, die alle unglaublich nett sind, kommen dann noch die beiden namenlosen Wellensittiche, die zwei Katzen Fluffy und Feather, die ein bisschen seltsam sind, und der super süße Hund Arthur!

Fazit Nummer 2: Vielleicht ziehe ich hier doch noch irgendwann hin!

 

Sonnenuntergang:

   (Hobbits gibt's hier auch!)

Oyster Island:

Centre of New Zealand: