Meine Reise nach Aotearoa

Auslandsjahr in Neuseeland

Berichte von 07/2016

31Juli
2016

Die erste Woche

Jetzt liegt die erste wunderschöne Woche hinter mir und ich fühl mich hier super wohl! Ich weiß noch garnicht, wie ich mich kurz fassen solltongue-out, weil einfach sooo viel passiert ist.

Also beginne ich mal mit der Schule... Das Nayland-College ist meiner Meinung nach eine relativ große Schule, auch wenn sie im Vergleich zu anderen neuseeländischen Schulen mit ca. 1200 Schülern eher normal ist. Die Schule ist auf einem großen Kampus, der (mich) eher an eine Universität erinnert und es gibt eine Bibliothek und mehrere Sportfelder. In den ersten beiden Tagen hatten wir keinen Unterricht, sondern nur eine Einführung in das Schulsystem und die Fächer und eine Willkommenszeremonie, bei der wir alle einzeln mit der typischen Begrüßung der Maori (Nase an Nase) Willkommen geheißen wurden. Ich schätze, dass wir in etwa 40 neue Internationals sind, die meisten kommen aus Deutschland (was ich eher schade finde, aber wir versuchen die ganze Zeit Englisch zu sprechen). Außerdem gibt es einige, die aus Norwegen kommen und relativ viele Asiaten, wie z.B. aus Süd-Korea und Japan. Am dritten Tag war dann unser erster richtiger Schultag, an dem ich aber zu spät gekommen bin, weil wir Konni zum Flughafen gebracht habencool. Ich habe sechs Schulfächer, vorgegeben ist nur Englisch. Außerdem habe ich noch Meeresbiologie, Hospitality (Kochen), Maori, Outdoor Education und Technology - Textiles (da designen wir jetzt unseren eigenen Pullover und nähen ihn danach). Die Fächer sind super entspannt und machen total viel Spaß. In Outdoor Education und Meeresbiologie bin ich in Kursen für Internationals, deshalb machen wir da viel praktisch und haben fast wöchentlich einen Ausflug, z.B waren wir am Hafen von Nelson und am Centre of New Zealand. Die Lehrer sind unglaublich freundlich und teilweise dürfen wir sie beim Vornamen nennen, die Mentalität ist hier einfach total anders als in Deutschland... Das Angebot de Schule ist unfassbar groß, die Liste an Sportarten umfasst drei DIN-A4 Seitenlaughing... Ich bin erst seit einer Woche hier und liebe das Schulsystem schon jetzt! Es macht einfach Spaß zur Schule zu gehen, auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass es für die Kiwis nicht ganz so entspannt ist, wie für einen Austauschschüler.

Was habe ich noch so in meinen ersten Tagen gemacht? Ehrlich gesagt war ich nach dem Unterricht meistens müde; man kommt immer erst so um vier Uhr nach Hause und es sind einfach tausend Informationen, die einem in einer fremden Sprache erklärt werden. Am Wochenende war ich in Motueka, das ist ein kleiner Ort westlich von Nelson. Mein  Gastbruder hatte hier ein Fußballspiel und ich bin währenddessen durch ein paar Läden geschlendert. Motueka ist ganz nett, es gibt ein paar hübsche Parks, aber wie gesagt ist es wirklich ein sehr kleiner Ort. Heute morgen habe ich mich mit drei anderen Austauschschülerinnen, zwei Deutsche und eine Norwegerin, im Zentrum von Nelson getroffen, weil wir auf den Sonntagsmarkt gehen wollten, der aber, weil es am Morgen geregnet hatt, leider nicht stattfand. Also waren wir einfach ein bisschen shoppen und Pizza essen. Es war aber trotzdem ein wunderschöner Tag!

Mein Fazit also nach meiner ersten Woche: Es war definitiv die richtige Entscheidung hierher zu kommen, Neuseeland ist mit seinen offenen und freundlichen Menschen und allem drum und dran einfach super cool und Nelson ist eine süße Kleinstadt! Langsam beginne ich mit "Home" Neuseeland zu meinen...

 

24Juli
2016

Welcome to New Zealand

Jetzt bin ich also dort: Auf der anderen Seite der Erde oder am schönsten Ende der Welt?!laughing Aber ich beginne mal von vorne...

Am Mittwoch Abend wurde ich von meiner Familie und meinen Freunden (Es war echt total cool, dass ihr alle da wart, Danke♥) zum Flughafen gebracht, wo ich die beiden anderen Austauschschüler getroffen habe. Die Dritte sollte eigentlich in Abu Dhabi dazusteigen, aber ihr erster Flug wurde gestrichen... Ziemlich blöd! Der Flug war überraschender Weise überhaupt nicht so anstrengend, wie ich gedacht hätte, aber es war auch wirklich hilfreich, nicht alleine zu sein. Schlafen, Fernsehen, Musik hören und wieder Schlafen und schließich, 32 Stunden später, haben wir dann in Christchurch zum ersten Mal neuseeländische Luft geschnuppert, und kein Witz, irgendwie roch es nach Winter! Schon hier ist mir ein Unterschied zu Deutschland aufgefallen, denn die Leute sind echt unglaublich nett. Wir hatten eine Frage an eine fremde Person und wurden mit Hello, How are you? begrüßt. In Deutschland interessiert sich doch fast keiner für das Befinden eines ihm unbekannten Menschen... Von Christchurch ging es mit einem Propellerflugzeug, in das in etwa 50 Leute gepasst haben, nach Nelson. Es war wieder Abend, wie beim Abflug, nur halt 2 Tage später, und wir konnten den Sonnenuntergang, auf das Meer und auf die Berge sehen. So wunderschön... Langsam hat sich auch die Aufgeregtheit bemerkbar gemacht, die ja bis dahin bei mir verdächtig still war. Am winzigen Flughafen in Nelson hat mich dann meine Gastfamilie samt der momentanen Austauschschülerin Konni, die im Übrigen auch aus Deutschland ist, aber nur noch eine Woche bleibt, in Empfang genommen...

Bis jetzt kann ich sagen, dass meine Familie wirklich unglaublich nett ist. Es ist ziemlich cool, dass Konni noch hier ist, weil sie super lieb ist und mir einiges erklärt und im Notfall auch die ein oder andere Vokabel weiß. Das Haus hat eine total schöne Lage am Hang, so dass man bis zu Meer schauen kann. Außerdem gibt es noch Arthur, den Hund der Familie, der ziemlich süß ist und mit dem wir schon am Strand spazieren waren. Das war relativ kühl (10 Grad ist hier ungefähr im Moment) und es war sehr grau und nebelig, aber trotzdem schön!

Ich denke, man merkt, dass es mir hier ziemlich gut gefällt, auch wenn ich noch nicht sooo viel gesehen habe. Jetzt gerade ist Morgen, mal sehen was der Tag noch so bringt...

 

 

20Juli
2016

Noch 6 Stunden...

Hallo ihr Lieben,

jetzt bleiben nur noch 6 Stunden, bis ich im Flugzeug sitze und es endlich losgeht... Der Flug geht über Abu Dhabi, Melbourne und Christchurch nach Nelson, aber zum Glück habe ich Gesellschaft von drei weiteren Kiwi-Fans und muss nicht alleine an den Flughäfen umherirren! Ehrlich gesagt bin ich noch nicht wirklich aufgeregt, aber ich glaube, dass ich einfach noch nicht realisiert habe, dass ich 10 Monate am anderen Ende der Welt verbringen werde... Allerdings freue ich mich schon wahnsinnig doll dieses Land zu entdecken!!!

Der nächste Blogeintrag wird aus Neuseeland kommen und ist auch sehr wahrscheinlich ausführlicher, aber jetzt gerade kann ich meine Gedanken und Gefühle nicht so richtig ordnen und deshalb bleibt es bei diesem kurzen Abschnitt!

Bis dahin, Marlene :D